Pastorationsgemeinden Churwalden/Parpan

Wir sind reformiert in Churwalden und Parpan

Unsere Kirchen

Konfirmandenprojekt 2011


Der Konfirmandenkurs aus diesem Jahr bekam die Aufgabe, ein Kirchenporträt zu erstellen.


Nico Roffler, Riccardo Brunold und Chiara Fehlmann haben sich an die Arbeit gemacht.

Aus verschiedenen Fotos der Kirche Churwalden ist etwas Einzigartiges entstanden, was nun vorgestellt wird.

Viel Spaß beim Zuschauen wünschen die Konfirmanden!!!

 

 

Churwalden

Von St. Lucius in Chur, wo seit etwa 1140 Prämonstratensermönche aus Roggenburg wirkten, wurden die schon bestehenden Kirchen offenbar diesem Orden zur Gründung eines Klosters zur Verfügung gestellt.
In der folgenden Zeit bis zur Reformation war mit dem Kloster ein Hospital verbunden.
Nach der Glaubensspaltung - in Churwalden nahmen etwa die Hälfte der Bevölkerung die neue Lehre an - ging das Kloster immer mehr dem inneren Verfall entgegen.

1616 ging der grösste Teil der Klosteranlage in den Besitz des Gerichtes Churwalden über, so auch die Kirche. Von da an sollte die Kirche beiden Bekenntnissen zum Gottesdienst offen stehen, der vordere Teil, die Laienkirche, den Evangelischen, der Mönchschor den Katholiken.
Der Wunsch, ein eigenes Gotteshaus zu besitzen, kam in unserer Kirchgemeinde immer wieder zum Ausdruck.

Im Sommer 1966 konnte von der Kirchgemeindeversammlung das in seiner Dreiteilung ( Gottesdienstgebäude / Piazza / Turm ) sehr imponierende Projekt gutgeheissen und ausgeführt werden.

Der Turm soll der Rufer sein, die Kirche das Bekenntnis, die Piazza die Begegnung.



Die Grundkonzeption der Kirchenanlage beruht auf dem Sechseck, das an einen Bergkristall erinnert. 1968 wurde die Kirche eingeweiht.

Die Kanzelfüllungen stellen die vier Evangelisten dar, die die Frohe Botschaft Christi weiterverkünden wollen.
Der Abendmahltisch zeigt die geistigen Grundlagen für die christliche Gemeinschaft: Glaube, Liebe, Hoffnung, Friede.
Es ist schön zu wissen, dass dieselben vier geistigen Haltungen auch auf den vier Glocken eingegossen sind, die die Gläubigen zum Gottesdienst rufen.

    Piazza Kirche Churwalden               Abendmahlstisch


 Parpan

Das kleine, schmucke Dörflein Parpan war schon während der Römerzeit eine Raststätte für die Säumer, die über die so genannte Obere Strasse entweder über den Julier ins Engadin oder über den Septimer ins Bergell gelangen wollten. Parpan war also ein wichtiger Umschlagplatz.
Das älteste Gotteshaus der Siedlung war St. Peter im oberen Dorfteil. Diese Kirche erscheint schon 1208 im Besitz des Klosters Churwalden, doch an der alten Pfarrzugehörigkeit von Parpan zu Obervaz änderte sich durch den Übergang an das Kloster nichts.
Überreste dieser Kirche fand man bei einem Umbau des heutigen Hotels Alpina im Jahre 1963 im Keller und im Garten.

Die heutige evangelische Kirche ist erst nach 1489 entstanden. Sie war St. Anna, der Patronin des Bergbaues, geweiht. Vermutlich im zweiten Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts erfolgte die Errichtung eines neuen Chores und die Einwölbung des Langhauses.

Der Kirchturm musste damals noch bei der Kirche gestanden haben, denn im Jahre 1633 bekamen die Parpaner vom Abt zu Roggenburg die Erlaubnis, die noch brauchbaren Reste der alten Kirche St. Peter für den Kirchturm auf dem Bühl zu verwenden.



Der Kirchenraum strahlt die Würde seines Alters aus. Aus den leuchtenden, farbigen Spitzbogenfenster im Chor grüssen die vier Reformatoren und mahnen zur Besinnung: "Gott ist Geist und die Ihn anbeten, müssen Ihn im Geist und Wahrheit anbeten."
Die reich geschnitzte Kanzel wurde erst 1695 bei der Renovation in die Kirche gebracht.
Das alte Abendmahlgeschirr bestand aus zwei gedrehten Holzbechern und einer Schraubkanne aus Zinn mit dem Buol-Wappen und einer Inschrift vom 26. Dezember 1685.
Dass die Familie Buol über 300 Jahre in Parpan eine wichtige Rolle gespielt hat, zeigen die 12 Grabtafeln innerhalb und ausserhalb der Kirche.

       Innenansicht              Aussenansicht der Parpaner Kirche